Jesus auf der Chefetage
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When you jump, God can make you fly

  • 23 Sep 2011
  • Autor: joe.hartung
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Für mich war der Höhepunkt des Tages der anschließende Bericht von Peter Freissle, Inhaber der Polydeck Screen Corporation (spezielle Kunsstoffplatten für das aussieben von Steinen, Erzen und Edelsteinen). Er erzählte von seinem eigenen Werdegang, wie er sich durch harte Arbeit und eine kräftige Portion Egoismus seinen Erfolg als junger Unternehmer teuer erkauft hatte. Der Preis war eine entfremdete Familie und ein Ansehen bei den Mitarbeitern als kalter Egoist.

Nach einer Zeit der Stille und Einkehr zog er schließlich die Notbremse und entschied sich, ab sofort seinen Lebensstil umzustellen und sich selbst und die Firma nicht mehr an Platz 1, sondern unter Jesus zu stellen. Für Peter Freissle war es wie der ungewisse Sprung über eine Klippe. Würde Gott das Wagnis belohnen? Praktische Schritte mussten folgen und im Laufe von einigen Jahren gelang nicht nur die Rettung der Familie, sondern auch der Kurswechsel in der Firma.

Viele der Punkte, die Eastern Industrial Supplies und Engineered Systems Weg als Firma mit Christus in der Mitte beschreiben, gelten auch für die Polydeck Screen Corporation. Aber diese drei Punkte haben mich besonders begeistert:

  1. In der Mitte des Firmenkomplexes hat Peter Freissle eine Kapelle eingerichtet. Ein angenehmer Raum der Ruhe, des Gebets und bei Bedarf auch der Seelsorge.
  2. Die Firma zeichnet nicht nur die typischen „Mitarbeiter des Monats“ aus, bei denen es um Leistung oder Qualität geht, sondern es gibt auch ein System, bei dem die Mitarbeiter aufgefordert sind, darauf zu achten, wenn einer der Kollegen sich in der Anwendung der Unternehmenswerte (Ehrlichkeit, Integrität, positive Einstellung, Freundlichkeit, Fürsorge, Respekt) hervortut. Dafür gibt es ein Formular „Cought you Caring“ (beim Kümmern oder bei der Fürsorge erwischt), mit dem die gute Tag „gemeldet“ werden kann. Dadurch bleiben die Unternehmenswerte in der Aufmerksamkeit der Belegschaft und praktisches Verhalten, das die Werte demonstriert wird hervorgehoben. Der „erwischte“ Mitarbeiter wird bei der monatlichen Belegschaftsversammlung besonders geehrt und erhält ein „Caught you Caring“ T-Shirt. „Wiederholungstäter“ erhalten zunehmend attraktivere Belohnungen. Nach anfänglicher Zurückhaltung hat die Belegschaft diese Idee sehr gut aufgenommen.
  3. Polydeck Caring Community. Ein aus Abgeordneten der Belegschaft zusammengesetzter Ausschuss entscheidet über die Verteilung von 1% des Umsatzes (derzeit ca. 400.000 US$ pro Jahr) für verschiedene Anliegen aus Belegschaft und Gesellschaft. Dazu hat der Ausschuss im Laufe der vergangenen 4 ½ Jahre etliche Töpfe eingerichtet. Z.B. erhalten Mitarbeiter, bei Bedarf eine kostenlose Autoreparatur, Hilfe bei Brandschäden oder kostenloses Baumaterial für nötige Reparaturen im Eigenheim. Die Entscheidungen trifft allein der Ausschuss. Eine Abteilung, in der es immer sehr warm ist, hat einen Automaten für kostenlose, gekühlte Getränke bekommen. Mehr als 50 verschiedene gemeinnützige Organisationen, vorwiegend aus der Region, haben schon Zuwendungen erhalten. So übernehmen die Mitarbeiter selbst Verantwortung für das soziale Engagement der ganzen Firma.

Peter Freissle berichtete zum Schluss dankbar über die Veränderungen, die in den vergangenen fünf Jahren seit seiner Umkehr eingetreten sind:

  • Stark gesenkte Fluktuation (von 35% auf 5%).
  • Erhöhte Arbeitssicherheit.
  • Messbar gesteigerte Qualität.
  • Weniger Produktionsausschuss.
  • Erhöhte Produktivität
  • Von den ca. 130 Mitarbeitern haben sich in dieser Zeit 63 für Christus entschieden.

Peter Freissles Schlussfolgerung und sein Appell lautet also: Man muss den Leuten nicht mit der Bibel auf die Stirn hauen, wenn man ein Unternehmen christlich führen will. Sondern man muss die Liebe Jesu konkret und praktisch ausüben und als Chef eine Umgebung schaffen, in der biblische Werte ausgelebt werden können. Ein Interesse für den Glauben entsteht dann ganz von selbst.

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