Jesus auf der Chefetage
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Das wäre fast schiefgegangen…

  • 21 Sep 2011
  • Autor: joe.hartung
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Vor zwei Jahren habe ich mir auf dem Flughafen Tegel eine kostenlose Kreditkarte aufschwatzen lassen. Die habe ich seither nur einmal gebraucht. Und das war ein Fehler. Für unseren Benjamin habe ich Anfang dieses Jahres auf einer (scheinbar) amerikanischen Webseite Markenturnschuhe bestellt. Leider wurden die dann in Frankfurt vom Zoll als chinesische Fälschungen identifiziert und vernichtet. Aber heute hat mich diese Kreditkarte gerettet. Und das kam so:

Der frühe Flug von Berlin nach Paris verlief pünktlich und ohne Zwischenfälle. In Paris wäre ich dann aber fast hängen geblieben, weil mein ESTA Einreiseantrag offenbar ungültig war. Ich hatte vor ein paar Wochen meinen Reisepass erneuern lassen und mir war nicht klar, dass dadurch das bis dahin gültige Kurzzeit-Visum verfällt. Ohne einen gültigen ESTA lässt die USA die Einreise nicht zu und so erlaubte Air France nicht, dass ich an Bord gehe.

Na toll. Ich war einer der letzten, die an Bord gehen wollten und nun stand ich da! Sofort ging hektisches Telefonieren und Rumgerenne los. Bei Gate 39A ist ein Computer, wo Spätzünder den ESTA-Antrag noch kurz vor Abflug stellen können. Also bin ich die 200m hingerannt (wörtlich), habe schnell alles ausgefüllt und gehofft, dass es klappt. 450 Passagiere saßen derweil in der abflugbereiten Maschine und warteten auf mich. Der freundliche Franzose von Air France neben mir, schlug per Telefon im Kontakt mit der Crew die Minuten einzeln für mich raus. Plötzlich stand da was von 14 $ Zahlung und dass man eine Kreditkarte bräuchte. Eine Bankkarte genügte nicht.

Beim hektischen Durchsuchen meiner Geldbörse fiel mir jene Kreditkarte wieder in die Hände. Die hatte ich ganz vergessen. Aber jetzt hatte sie mich gerettet. Danach sind wir schnell zurück zum Gate gerannt und rein ins Flugzeug. Gott sei Dank haben die auf mich gewartet. Jetzt bin ich besonders gespannt, was Gott auf dieser Reise mit mir vorhat.

9 ½ Stunden später waren wir in Atlanta und am Abend ging es schon zur ersten Betriebsbesichtigung.

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